Tierhilfe - Nordeifel e.V.
 

Die Erdkröten AG

05.04.2009            Neues von den Fröschen!

Zuerst einmal möchte ich mich bei den Helfern bedanken, die unermüdlich und spontan, wenn der Notruf rausgeht erscheinen und mit anpacken. Danke!

Ich hoffe ihr bleibt wie ihr seid und uns noch lange erhalten. Weiterhin danke an den NABU Euskirchen und den BUND Euskirchen, durch die wir weitere Helfer gefunden haben.

Durch die neuen Helfer sowohl in Kalkar-Antweiler als auch am Erftrückhaltebecken in Bad Münstereifel können wir gute Arbeit leisten.

Schön finde ich auch, daß viele Kinder mit Freude dabei sind. Es ist für sie ein unvergeßliches Erlebnis so nah vor Ort helfen zu können und gebraucht zu werden.

Wir versuchen natürlich weiterhin mehr für die Amphibien zu erreichen als den Krötenzaun. Den Tunnel haben wir immer noch im Kopf und arbeiten daran!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jetzt wo es warm ist und auch mal regnet scheint die gesamte Amphibienwelt gleichzeitig los zu marschieren. Durch den langen Winter waren sie wohl im Verzug. Dies bedeutet für uns viel harte Arbeit, durchgemachte Nächt und wenig Schlaf. Vielleicht möchte der ein oder andere daran teilhaben?

Gerade wenn es warm ist und regnet brauchen wir viele helfende Hände, sowohl morgens als auch abends, in Kalkar-Antweiler und in Bad Münstereifel Eicherscheid.

Wenn Sie uns unterstützen möchten oder nähere Informationen über unsere Arbeit erhalten möchten, freuen wir uns auf ihren Anruf!

02253/7457 Frau Terspecken, 02256/1283 Frau Ankoviac, 02255/953522 Frau Ludes, 02257/3300  Herr Schlesinger, 02253/180016 Frau Köhnen

"2009"

Tierfreunde macht mit!

Klima-, Umwelt-, Natur nd Tierschutzthemen stehen aus aktuellem Anlass jetzt verstärkt im Fokus. So weckte der kleine knuddelige Eisbär "Knut" nicht nur in Berlin sondern in der ganzen Welt hohe Aufmerksamkeit. "Knut" war ein Sympathieträger, stellvertretend für alle Tiere, deren Lebensräume zunehmend bedroht sind, mit hohem Werbeeffekt für den Tierschutz.

Tierschutz und Artenschutz! Auch bei uns! Viele ehrenamtliche Helfer engagieren sich beispielsweise in der im Jahr 2000 gegründeten Tierhilfe Nordeifel. Hier wurden im Laufe der Jahre schon viele Tiere in Not erfolgreich aufgepeppelt, gepflegt, und erfolgreich vermittelt. Hut ab!

Aber auch den "kleinen Tieren", den Amphibien und hier vor allem den wanderfreudigen Erdkröten und Grasfröschen wird in ihrer Not geholfen. Bei steigenden Temperaturen (März/April) aus der Ruhe in ihren Winterquartieren geweckt, begeben sich die Amphibien (Frösche, Molche, Unken, Salamander, Kröten) in jedem Jahr wieder zu ihren angestammten Laichplätzen. Ohne Rücksicht auf die Gefahren, die ihnen beim Überqueren von Straßen drohen, immer nur ihrem Instinkt folgend. So kam es auch, daß die Erdkröten auf ihrer Wanderung zum Erthaltebecken an der L 165 zu Hunderten überfahren wurden.

Angestoßen durch eine Privatinitiative, unterstützt von weiteren Tierfreunden, wurden 2007 Schutzmaßnahmen getroffen. Es wurde ein fast 3 km langer transportabler Zaun aufgebaut. So konnten in den letzten Jahren dank des Einsatzes von ehrenamtlichen Helfern unzählige Amphibien vor dem sicheren Tod gerettet, und bei Fortbestand, der für uns Menschen nützlichen Population (ja Kröten mögen auch Nacktschnecken und jede Menge Schadinsekten, Veränderungen der Population liefern Hinweise auf Umwelt- und Klimaveränderungen), gesichert werden.

Tierfreunde aufgepasst! Nirgends sonst hast Du einen so direkten Kontakt zu notleidenden Tieren wie am Erfthaltebecken.

Wenn Du die aufgesammelten Kröten zum See getragen hast, verabschieden sie sich mit einem leisen "oak-oak", begeben sich in ihr Geburtsgewässer, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Die Krötenaktionen 2007/2008 sind erfolgreich abgeschlossen. Für 2009 braucht unser kleines Helferteam die eine oder andere helfende Hand.

Was ist zu tun?

Morgens und Abends, wenn es dämmert, die Amphibien am Zaun einsammeln und sie zum See tragen. Das wäre es schon. Und keine Sorge, Kröten kann man getrost anfassen, sie sind auch nicht glitschig.

Motiviert? Fragen? Bitte wenden an:

Sabine Terspecken, 02253/7457 oder

Axel Schlesinger 02257/3300

PS: Vielleicht kannst Du, lieber Tierfreund, auch noch den ein oder anderen Bekannten für die Aktion gewinnen.

2008

Zu unserem Krötenprojekt:

Wir haben mit Hilfe von mehreren freiwilligen Helfern einen Krötenzaun mit einer Länge von über zwei Kilometern beidseitig an der L 165 zwischen Eicherscheid und Schönau errichtet. Hierbei möchten wir uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des rheinischen Straßenbauamtes für das bereitgestellte Material bedanken.

Seit Mitte Februar sind wir nun in unserer Freizeit damit beschäftigt, den Zaun auszubessern, zu verlängern und zweimal täglich zu kontrollieren. Abends holen wir die nachtaktiven Tiere von der Fahrbahn, was nicht ganz ungefährlich ist, denn die meisten Autofahrer scheinen zumindest nachtblind zu sein.

Bei der L 165 handelt es sich um eine seit Jahren bekannte stark bewanderte Strecke von über 1000 Tieren täglich, wie auch unsere Zählungen belegen. Dazu gehören Erdkröten, Grasfrösche, verschiedene Molcharten und Feuersalamander, sowie einige Krötenarten, die wir noch bestimmen müssen.

Unser Ziel ist es, zum einen die Behörden dazu zu bringen, Gelder für feste Leitsysteme bereitzustellen. Zum anderen versuchen wir, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wieder zu erwecken. Viele Autofahrer sollten doch zur Abwechslung auch mal auf die Fahrbahn schauen, - dort lebt es! Und nicht nur Amphibien, sondern auch wir. Es kann nicht sein, dass in unserer angeblich zivilisierten Welt absichtlich oder gleichgültig alles platt gefahren wird.

Sollte sich jemand für die Sache interessieren, bitte melden. Es gibt überall um diese Jahreszeit an milden und feuchten Abenden Krötenwanderungen, wo man auch ohne Zaun effektiv helfen kann.

In eigener Sache: Ich finde es schade, dass die Naturschutzverbände, die sich zum Teil "Amphibien auf die Fahne schreiben" oder sogar zum Kreis Euskirchen gehören, sich einfach nicht rühren, obwohl sie mehrfach von uns angesprochen wurden. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir in diesem Jahr den Kröten, Fröschen und Molchen an der Grube Tony zwischen Kalkar und Antweiler nicht mehr helfen konnten.

Wir halten Sie auf dem laufenden!

Sabine Terspecken