Die Erdkröten AG

Wir suchen ständig engagierte Tierfreunde die uns helfen Frösche und Kröten über die Straßen zu tragen. Tiere für die sich niemand verantwortlich fühlt, die aber unsere Hilfe brauchen. Tel.: 02253/7457

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Tierhilfe Nordeifel e.V. entsetzt über Zuständigkeitsgerangel der Behörden

Seit 2012 versucht die Tierhilfe Nordeifel e.V. Zusatzlaichgewässer im Waldbachtal an der L165 zwischen Eicherscheid und Schönau zu bekommen. Die beteiligten Behörden schieben die Verantwortung wie Ping-Pong Bälle unermüdlich hin und her, vielleicht in der Hoffnung endlich wieder Ruhe zu haben, denn die Tierhilfe Nordeifel ist seit acht Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Mitglieder und Ehrenamtliche versuchen die Amphibien, die zum Teil auf der Roten Liste stehen, vor der Vernichtung zu bewahren und sind somit die erste Generation von Natur- und Tierschützern, die noch nicht an der Tatenlosigkeit der Behörden gescheitert ist. Ende 2012 wurde von Straßen NRW beidseitig der L165 eine feste Leiteinrichtung gebaut, wodurch die Populationen getrennt wurden. Ein Überqueren der Straße ist nun kaum mehr möglich. Jetzt ist es unerlässlich im Waldbachtal zusätzliche Gewässer anzulegen, da die diesseitigen Tiere das Erftrückhaltebecken nicht mehr erreichen können, sich aber fortpflanzen müssen um ihre Art zu sichern. Nachdem 2013 durch politischen Druck und seitens der Presse wenigstens ein kleiner Tümpel entstanden ist, scheitern seitdem alle Pläne und Vorhaben. Mal kann nicht gebaggert werden, da der Erdaushub angeblich teuer entsorgt werden muss, woraufhin die Tierhilfe Nordeifel e.V. zusagte, sich um die Veräußerung des unbelasteten Mutterbodens zu kümmern. Dann war die Pflege der Teiche ein Problem oder die erforderlichen einzuholenden Genehmigungen. Auch dies wollten wir übernehmen. Seit November 2013 will der Verein die Wiese von der Stadt Bad Münstereifel pachten, um den Bau der Teiche zu erleichtern. Die Pacht von 63 Euro pro Jahr hätte der Verein ebenfalls aufgebracht, ebenso könnte eine geforderte Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der Pachtvertrag enthält jedoch einen Passus, der nicht erfüllbar ist, so dass der Vorstand ihn nicht unterschreiben kann. Der Passus besagt, dass denn die Teiche sollen am Ende der Pachtzeit wieder zurückgebaut werden, wenn sich keine Rechtsnachfolger findet, sodass alle Tiere, die sich im Laufe der Jahre angesiedelt haben, erneut ohne Laichgewässer daständen. Dies ist gegen das Tier- und Naturschutzgesetz.

30.12.2013

Das Jahr geht zuende und es wurden keine Teiche angelegt. Immer weiter geht es mit dem seltsamen Machtgerangel der beteiligten Behörden.

Wenn es nicht so traurig wäre ,und nicht so ein beispielhafter Naturschutz daranhinge,wäre es nur noch lachhaft.

Es ist zu viel, um es so einfach

wiederzugeben,aber man bedenke ,seit nun über einem Jahr versuchen wir simple kleine Teiche zu bekommen,die tausendfaches Leben sichern würden,und nun scheitert es erneut an verdrehter Bürokratie.

Es scheint nun an der Zeit ,die im Frühjahr so begeisterte Presse über den Fortschritt zu informieren.Wer sich sonst irgendwie einbringen möchte kann sich gerne melden.

24.09.2013

Es gibt schon wieder Probleme!

Das haben wir heute nur durch Zufall erfahren. Ende des Monats findet ein "reines Behördengespräch" statt um die Dringlichkeit der anzulegenden Teiche endlich allen klar zu machen. Folgen dem Reden nun auch Taten?

Sabine Terspecken
Aktuelle Froschnew's

Am 28.8.13 gab es wieder einmal ein Treffen mit der Unteren Landschaftsbehörde im Kreishaus.

Es war sehr erfreulich, denn nun wurden uns 500 Euro Auslagenerstattung und der Bau von 1 bis 2 Teichen im Waldbachtal fest zugesagt, und das alles in diesem Jahr. Die Verhandlungen über die Ausführungen mit anderen Behörden werden von der ULB geführt. Nun sehen wir optimistisch in die Zukunfst.
Bis demnächst
Sabine Terspecken

Neues von den Fröschen 2012 und 2013

August 2013 an der L165

Die Hauptsaison ist beendet.

Zurzeit sind die diesjährigen Nachkommen der Amphibien unterwegs, sich einen Platz im Wald zum Leben zu suchen.

Im Frühling haben wir auf beiden Straßenseiten Wannen eingelassen, die morgens geleert wurden.

Mit dabei waren Radio Euskirchen, die Aktuelle Stunde und der Kölner Stadtanzeiger.

Es sind in diesem Jahr gut 5500 Amphibien gewandert, die erstmalig von uns genau dokumentiert wurden.

Dabei waren einige seltene Arten wie der Feuersalamender, die Geburtsthelferkröte und der Springfrosch.

Da die Populationen auf Grund des festen Zaun's nun dauerhaft getrennt sind, bedeutet dies das wir dringend auf weitere neue Laichgewässer angewiesen sind. Eines wurde bereits angelegt, weitere sind geplant und sollen in diesem Herbst entstehen. Über die Zuständigkeiten berichten wir noch. Ein weiteres Ziel ist es, den Zaun an der L165 zu verlängern und eventuell die Straße am Damm zu schützen. Doch nun warten wir ersteinmal auf die Herbstwanderung. Für Fragen, Anregungen und Hilfsangebote sind wir offen und hoffen, dass auch andere Menschen an anderen Straßen diesem Problem, so wie wir, entgegentretten.

Bis bald

Sabine Terspecken
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Behörden, Natur und Tierschutz

Der Tierhilfeverein hat am Überlaufbecken zwischen Eicherscheid und Schönau in tagelanger Arbeit unter Einsatz einiger Ehrenamtlicher die mobilen Krötenzäune wieder aufgestellt. Laut Verfügung des Bundessministeriums wäre dies eigentlich die Aufgabe der Straßenmeistereien, wurde aber nach Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau Euskirchen durch uns und andere Freiwillige erledigt, weil auch bei den Straßenmeistereien immer weniger Arbeiter immer mehr Aufgaben erledigen müssen. Zwei Mitarbeiter unterstützten die jetzige Aktion jedoch durch Maschinen- und Handeinsatz. Notwendig war die Aktion geworden, weil nach vielen Jahren noch einmal gründliche Mäharbeiten durchgeführt und Sträucher zurückgeschnitten werden mussten. Nachdem nun die Frühlingswanderung der Kröten und Frösche im frühen Sommer abgeschlossen war und die Mäharbeiten durchgeführt waren, begann wegen des warmen Oktoberwetters unerwartet die Rückwanderung der Amphibien in Richtung des Waldes. Also hieß es, möglichst schnell wieder den mobilen Zaun aufzustellen.

In den letzten Monaten ist es uns gelungen, die zuständigen Behörden und Institutionen wie z. B. den Landesbetrieb Straßenbau samt Straßenmeistereien, die Biologische Station in Nettersheim, sowie als fachkundige Hilfe Uwe und Daniela vom NABU aus Duisburg zu aktivieren, in Zusammenarbeit Lösungen zu finden, die langfristig den ehrenamtlichen Helfern wie auch den Tieren das Leben erleichtern. Auch der Erftverband als Träger des Überlaufbeckens, der Kreis Euskirchen und die Forstbehörden wurden gebeten, aktiv zum Schutz der verbliebenen Amphibien beizutragen. Es haben einige Ortstermine und gefühlte tausend Telefonate stattgefunden. Plötzlich ging alles ganz schnell: die Ausschreibung und der Baubeginn noch im Herbst 2012. Zwar erfüllen die festen Bleche unter den Leitplanken vorwiegend eine Schutzfunktion für Motorradfahrer, aber auf Seiten des Radweges sind es spezielle Zäune, die von den Tieren nicht überklettert werden können. Jetzt müssen noch in gewissen Abständen Kübel in die Erde, in denen sich die Tiere "sammeln". Dort nehmen wir sie raus, sie werden nach Arten getrennt gezählt und zu den entsprechenden Plätzen gebracht. Durch den Wintereinbruch konnten noch nicht alle Arbeiten fertiggestellt werden. Aber wir bleiben am Ball bzw. am Frosch! Der Erftverband hat zugesagt, neue Teiche herzustellen, so dass die Tiere die Möglichkeit haben, auf "ihrer" Straßenseite eine neue Laichstätte zu finden. Nach Umgewöhnung der Tiere wird die Wanderung über die Straße bzw. unsere "Tragarbeiten" mit den Jahren wegfallen.

Auch im Schleidtal zwischen dem alten Parkhotel und der Straße nach Rodert sammelt eine Aktivistin fleißig alleine mehrere Wochen im Frühjahr, ohne dass dort Krötenzäune stehen. Das bedeutet, immer wieder Tiere von der Straße aufzulesen unter der Gefahr, selbst Opfer rasender Autofahrer zu werden.

Nach einem Ortstermin im Schleidtal hat der Landesbetrieb Straßenbau dankenswerterweise angekündigt, dort auch mobile Zäune den zu errichten bzw. zu beschaffen. Auch verkehrsberuhigende Maßnahmen werden in Erwägung gezogen. Leider stoßen die Sammelaktionen nicht bei allen Autofahrern auf Verständnis oder werden nicht erkannt. Hier sind alle Autofahrer aufgerufen, die Straßenschilder mit der aufgedruckten Kröte zu beachten und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Denn nicht nur der Autofahrer möchte abends gesund ankommen, auch die Ehrenamtler, deren Tätigkeiten sich manchmal bis Mitternacht ziehen, sehnen sich nach dem gemütlichen und warmen zu Hause.

Leider haben sich an der Tongrube Toni zwischen Antweiler und Kalkar keine Helfer mehr gefunden und dort stehen Maßnahmen noch aus. Lediglich der Frosch auf dem Verkehrsschild steht.

Ob das hilft?

05.04.2009 Neues von den Fröschen!

Zuerst einmal möchte ich mich bei den Helfern bedanken, die unermüdlich und spontan, wenn der Notruf rausgeht erscheinen und mit anpacken. Danke!

Ich hoffe ihr bleibt wie ihr seid und uns noch lange erhalten. Weiterhin danke an den NABU Euskirchen und den BUND Euskirchen, durch die wir weitere Helfer gefunden haben.

Durch die neuen Helfer sowohl in Kalkar-Antweiler als auch am Erftrückhaltebecken in Bad Münstereifel können wir gute Arbeit leisten.

Schön finde ich auch, daß viele Kinder mit Freude dabei sind. Es ist für sie ein unvergeßliches Erlebnis so nah vor Ort helfen zu können und gebraucht zu werden.

Wir versuchen natürlich weiterhin mehr für die Amphibien zu erreichen als den Krötenzaun. Den Tunnel haben wir immer noch im Kopf und arbeiten daran!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jetzt wo es warm ist und auch mal regnet scheint die gesamte Amphibienwelt gleichzeitig los zu marschieren. Durch den langen Winter waren sie wohl im Verzug. Dies bedeutet für uns viel harte Arbeit, durchgemachte Nächt und wenig Schlaf. Vielleicht möchte der ein oder andere daran teilhaben?

Gerade wenn es warm ist und regnet brauchen wir viele helfende Hände, sowohl morgens als auch abends, in Kalkar-Antweiler und in Bad Münstereifel Eicherscheid.

Wenn Sie uns unterstützen möchten oder nähere Informationen über unsere Arbeit erhalten möchten, freuen wir uns auf ihren Anruf!

02253/7457 Frau Terspecken, 02257/3300 Herr Schlesinger, 02253/180016 Frau Köhnen
"2009"

Tierfreunde macht mit!

Klima-, Umwelt-, Natur nd Tierschutzthemen stehen aus aktuellem Anlass jetzt verstärkt im Fokus. So weckte der kleine knuddelige Eisbär "Knut" nicht nur in Berlin sondern in der ganzen Welt hohe Aufmerksamkeit. "Knut" war ein Sympathieträger, stellvertretend für alle Tiere, deren Lebensräume zunehmend bedroht sind, mit hohem Werbeeffekt für den Tierschutz.

Tierschutz und Artenschutz! Auch bei uns! Viele ehrenamtliche Helfer engagieren sich beispielsweise in der im Jahr 2000 gegründeten Tierhilfe Nordeifel. Hier wurden im Laufe der Jahre schon viele Tiere in Not erfolgreich aufgepeppelt, gepflegt, und erfolgreich vermittelt. Hut ab!

Aber auch den "kleinen Tieren", den Amphibien und hier vor allem den wanderfreudigen Erdkröten und Grasfröschen wird in ihrer Not geholfen. Bei steigenden Temperaturen (März/April) aus der Ruhe in ihren Winterquartieren geweckt, begeben sich die Amphibien (Frösche, Molche, Unken, Salamander, Kröten) in jedem Jahr wieder zu ihren angestammten Laichplätzen. Ohne Rücksicht auf die Gefahren, die ihnen beim Überqueren von Straßen drohen, immer nur ihrem Instinkt folgend. So kam es auch, daß die Erdkröten auf ihrer Wanderung zum Erthaltebecken an der L 165 zu Hunderten überfahren wurden.

Angestoßen durch eine Privatinitiative, unterstützt von weiteren Tierfreunden, wurden 2007 Schutzmaßnahmen getroffen. Es wurde ein fast 3 km langer transportabler Zaun aufgebaut. So konnten in den letzten Jahren dank des Einsatzes von ehrenamtlichen Helfern unzählige Amphibien vor dem sicheren Tod gerettet, und bei Fortbestand, der für uns Menschen nützlichen Population (ja Kröten mögen auch Nacktschnecken und jede Menge Schadinsekten, Veränderungen der Population liefern Hinweise auf Umwelt- und Klimaveränderungen), gesichert werden.

Tierfreunde aufgepasst! Nirgends sonst hast Du einen so direkten Kontakt zu notleidenden Tieren wie am Erfthaltebecken.

Wenn Du die aufgesammelten Kröten zum See getragen hast, verabschieden sie sich mit einem leisen "oak-oak", begeben sich in ihr Geburtsgewässer, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Die Krötenaktionen 2007/2008 sind erfolgreich abgeschlossen. Für 2009 braucht unser kleines Helferteam die eine oder andere helfende Hand.

Was ist zu tun?

Morgens und Abends, wenn es dämmert, die Amphibien am Zaun einsammeln und sie zum See tragen. Das wäre es schon. Und keine Sorge, Kröten kann man getrost anfassen, sie sind auch nicht glitschig.

Motiviert? Fragen? Bitte wenden an:

Sabine Terspecken, 02253/7457 oder

Axel Schlesinger 02257/3300

PS: Vielleicht kannst Du, lieber Tierfreund, auch noch den ein oder anderen Bekannten für die Aktion gewinnen.
2008

Zu unserem Krötenprojekt:

Wir haben mit Hilfe von mehreren freiwilligen Helfern einen Krötenzaun mit einer Länge von über zwei Kilometern beidseitig an der L 165 zwischen Eicherscheid und Schönau errichtet. Hierbei möchten wir uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des rheinischen Straßenbauamtes für das bereitgestellte Material bedanken.

Seit Mitte Februar sind wir nun in unserer Freizeit damit beschäftigt, den Zaun auszubessern, zu verlängern und zweimal täglich zu kontrollieren. Abends holen wir die nachtaktiven Tiere von der Fahrbahn, was nicht ganz ungefährlich ist, denn die meisten Autofahrer scheinen zumindest nachtblind zu sein.

Bei der L 165 handelt es sich um eine seit Jahren bekannte stark bewanderte Strecke von über 1000 Tieren täglich, wie auch unsere Zählungen belegen. Dazu gehören Erdkröten, Grasfrösche, verschiedene Molcharten und Feuersalamander, sowie einige Krötenarten, die wir noch bestimmen müssen.

Unser Ziel ist es, zum einen die Behörden dazu zu bringen, Gelder für feste Leitsysteme bereitzustellen. Zum anderen versuchen wir, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wieder zu erwecken. Viele Autofahrer sollten doch zur Abwechslung auch mal auf die Fahrbahn schauen, - dort lebt es! Und nicht nur Amphibien, sondern auch wir. Es kann nicht sein, dass in unserer angeblich zivilisierten Welt absichtlich oder gleichgültig alles platt gefahren wird.

Sollte sich jemand für die Sache interessieren, bitte melden. Es gibt überall um diese Jahreszeit an milden und feuchten Abenden Krötenwanderungen, wo man auch ohne Zaun effektiv helfen kann.

In eigener Sache: Ich finde es schade, dass die Naturschutzverbände, die sich zum Teil "Amphibien auf die Fahne schreiben" oder sogar zum Kreis Euskirchen gehören, sich einfach nicht rühren, obwohl sie mehrfach von uns angesprochen wurden. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir in diesem Jahr den Kröten, Fröschen und Molchen an der Grube Tony zwischen Kalkar und Antweiler nicht mehr helfen konnten.

Wir halten Sie auf dem laufenden!

Sabine Terspecken
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Behörden, Natur- und Tierschutz