Die Amphibienhilfe

Wir suchen ständig engagierte Tierfreunde, die uns helfen verschiedene Frösche, Molche und Kröten über die Straßen zu tragen.

Wir kümmern uns um Amphibien in Eicherscheid am Erft- Rückhaltebecken und in Bad Münstereifel im Schleidtal.

Tiere für die sich niemand verantwortlich fühlt, die aber unsere Hilfe brauchen.

Melden Sie sich gerne bei Fragen. Wir freuen uns über jeden Helfer/ Helferin :)

Tel.: 02253/7457



Tierfreunde macht mit!

Klima-, Umwelt-, Natur und Tierschutzthemen stehen aus aktuellem Anlass jetzt verstärkt im Fokus. 

Tierschutz und Artenschutz! Auch bei uns! Viele ehrenamtliche Helfer engagieren sich beispielsweise in der im Jahr 2000 gegründeten Tierhilfe Nordeifel. Hier wurden im Laufe der Jahre schon viele Tiere in Not erfolgreich aufgepeppelt, gepflegt, und erfolgreich vermittelt. 

Aber auch den "kleinen Tieren", den Amphibien, wird in ihrer Not geholfen. Bei steigenden Temperaturen (März/April) aus der Ruhe in ihren Winterquartieren geweckt, begeben sich alle möglichen  Amphibien (Frösche, Molche, Salamander, Kröten) in jedem Jahr wieder zu ihren angestammten Laichplätzen. Ohne Rücksicht auf die Gefahren, die ihnen beim Überqueren von Straßen drohen, immer nur ihrem Instinkt folgend. So kam es auch, daß z.B. die Erdkröten auf ihrer Wanderung zum Erthaltebecken an der L 165 zu Hunderten überfahren wurden.

Angestoßen durch eine Privatinitiative, unterstützt von weiteren Tierfreunden, wurden 2007 Schutzmaßnahmen getroffen. Es wurde ein fast 3 km langer transportabler Zaun aufgebaut. So konnten in den letzten Jahren dank des Einsatzes von ehrenamtlichen Helfern unzählige Amphibien vor dem sicheren Tod gerettet, und bei Fortbestand, der für uns Menschen nützlichen Population (ja Kröten mögen auch Nacktschnecken und jede Menge Schadinsekten, Veränderungen der Population liefern Hinweise auf Umwelt- und Klimaveränderungen), gesichert werden.

Tierfreunde aufgepasst! Nirgends sonst hast Du einen so direkten Kontakt zu notleidenden Tieren wie am Erftrückhaltebecken und im Schleidtal.

Wenn Du die aufgesammelten Kröten zum See getragen hast, verabschieden sie sich mit einem leisen "oak-oak", begeben sich in ihr Geburtsgewässer, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Unsere  Helferteams brauchen immer die eine oder andere helfende Hand.

Was ist zu tun?

Morgens und Abends, wenn es dämmert, die Amphibien am Zaun einsammeln und sie zum See tragen. Und keine Sorge, Kröten kann man getrost anfassen, sie sind auch nicht glitschig. Gerne kann man aber auch Handschuhe tragen.

Motiviert? Fragen? Bitte wenden an:

Sabine Terspecken, 02253/7457

PS: Vielleicht kannst Du, lieber Tierfreund, auch noch den ein oder anderen Bekannten für die Aktion gewinnen. Und wenn Du nur ein paar mal helfen kannst, ist auch das für uns schon eine tolle Unterstützung!

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Wir dürfen unseren Vorschlag zur Zukunft des Schleidparks im entsprechenden Ausschuss vorstellen. Bitte Daumen drücken für die Amphibien.

Vorschlag im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens der Stadt Bad Münstereifel 2020 zur Zukunft des Schleidpark.

 

DAS SCHLEIDTAL NATURERLEBEN FÜR MENSCHEN - LEBENSRAUM FÜR AMPHIBIEN

 

Inhalt:1. Einführung 2. Wiederherstellung des trockengefallenen Teiches 3. Aufwertung der bestehenden Teiche 4. Schaffung eines neuen Gewässers 5. Naturerleben und Umweltbildung 6. Fazit und Finanzierung

Anlage: Fachliche Grundlagen zur Schaffung eines Gewässers 

 

Bad Münstereifel, den 24.6.2020 Tierhilfe Nordeifel e.V.,

53902 Bad Münstereifel 

 

1. Einführung

Das Schleidtal ist seit vielen Jahren für die Bürger*innen von Bad Münstereifel ein Ort der Freizeitgestaltung und gleichzeitig ein beachtenswerter Amphibienlebensraum. 

Tausende Erdkröten nutzen jedes Jahr die Teiche des Schleidparks zur Fortpflanzung, wobei ein Teil der Population während der saisonalen Wanderungen die Straße überqueren muss. Seit über 10 Jahren wird hier mit enormem Personalaufwand und großem Engagement eine mobile Amphibienschutzeinrichtungen durch den ehrenamtlichen Naturschutz betreut. Die langfristig erhobenen Daten zeigen, dass jährlich etwa 3.000 Erdkröten allein aus dieser Richtung die Gewässer zum Ablaichen anwandern. Berücksichtigt man eine zusätzliche Wanderung aus dem bewaldeten Hang auf der straßenabgewandten Talseite kann insgesamt von einer Laichpopulation von etwa 6.000 Tieren, d.h. einem Massenvorkommen, ausge- gangen werden. Weitere hier vorkommende Arten sind Grasfrosch, Bergmolch, Teichmolch, Springfrosch und der das Fließgewässer nutzende Feuersalamander. 

Eine zukünftige Gestaltung und Entwicklung des Schleidtals muss seiner Bedeutung als Natur- und Amphibienlebensraum gerecht werden. Gleichzeitig ist eine Vereinbarkeit mit möglichen Nutzungsansprüchen der Bürger*innen zu suchen. 

2. Wiederherstellung des trockengefallenen Teiches 

Der seit vielen Jahren hauptsächlich von den Erdkröten genutzte Teich ist im letzten Winter durch Fremdeinwirkung trockengefallen. Zum Schutz der Tiere wurden diese in die zwei verblieben Teiche „umgesiedelt“ (s. Kap.3.). 

Auch wenn durch Larvennachweise von einem Erfolg der Maßnahme ausgegangen werden kann, wäre eine Wiederherstellung des verloren gegangen Teiches äußerst begrüßenswert! Allerdings dürften hier Bebauungspläne am Standort der alten Hotelruine im Wege stehen. 

3. Aufwertung der bestehenden Teiche Aus Gründen des Biotopschutzes (§ 30 BNatSchG) und des Amphibienschutzes (§ 44 BNatSchG) muss ein Gewässerverlust ausgeglichen und die Vernichtung von Tieren minimiert werden. Vor diesem Hintergrund wurde der Versuch unternommen, die Laich- population der Erdkröte auf die beiden wasserführenden Teiche im Schleidpark umzu- orientieren. Bei der Erdkröte kann dies einige Jahre in Anspruch nehmen. Im Regelfall kehren die in diesen Teichen herangewachsenen Tiere dann nach 3 bis 4 Jahren, d.h. mit dem Erreichen der Geschlechtsreife, zum Ablaichen dorthin zurück. 

Damit die verbliebenen Teiche den An- sprüchen der Erdkrötenlaichpopulation an ihren Wasserlebensraum auf Dauer gerecht werden, ist eine ökologische Aufwertung der ehemaligen Fischteiche herbeizuführen. 

Diese betrifft u.a. folgende Aspekte: 

➢ Wiederherstellung einer vielfäl- 

tigeren Gewässermorphologie bzw. Abflachung der dem Weg zuge- wandten Uferbereiche zur Aus- breitung der Ufervegetation; ➢ Erhalt und Pflege der typischen 

Ufervegetation, z.B. mit Röhricht, Sumpfpflanzen, Hochstauden und Gebüsche; ➢ Errichtung einer leicht regelbaren 

Wasserzuführung und eines gezielten Wasserregimes (z.B. Überlauf zwischen den Teichen); ➢ gezielte Entnahme von Gehölzen zur Verbesserung der Sonnenein- strahlung und Vermeidung von zu viel Laubfall (Eutrophierung); ➢ Schutzmaßnahme gegenüber dem vorbeiführenden Weg. 

Da in diesem Bereich des Schleidparks mit einer neuen Bebauung zu rechnen ist, sind zu- sätzlich Konzepte für eine geeignete Sicherung der Teiche im Hinblick auf die vorgesehene Nutzung zu entwickeln. Dabei muss nicht nur während der Bauarbeiten, sondern auch beim späteren Betrieb eine Beeinträchtigung der Laichgewässer ausgeschlossen werden. 

4. Schaffung eines neuen Gewässers 

Die Anlage eines neuen Gewässers kann zur Förderung der Amphibien, insbesondere der Erdkröte, im Schleidtal wesentlich beitragen. Ein potentiell geeigneter Standort wäre eine Fläche am Fuße des bewaldeten Hanges nahe einer Holzbrücke über den Bach, dort wo sich die bachbegleitende Vegetation öffnet und ein kleiner Sumpfbereich vorhanden ist (s. Foto). Hier dürften keine schützenswerten Pflanzen betroffen werden und eine weitgehend natür- liche Wasserspeisung des Teichs durch den Hang herabfließendes Niederschlagswasser möglich sein. Eine Prüfung der dortigen Boden- und Grundwasserverhältnisse sollte im Vorfeld durchgeführt werden. Eine Wasserentnahme aus dem Bachlauf sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, um das Fließgewässer vor dem Eintrag von Nährstoffen oder vor einer Erwärmung des Wassers zu schützen. Diese könnte aber durch ein sensibles Wasserregime in extremen Trockenzeiten vorübergehend ermöglicht werden. Wasserstandsschwankungen im Jahresverlauf sind jedoch zu tolerieren, da Schwankungen 

des Wasserstandes und das Trockenfallen von Flachufern oder Tümpeln naturgegeben sind und keinesfalls durch eine künstliche Wasserzuleitung aufgehoben werden müssen. 

Die Schaffung eines neuen Gewässers sollte nach dem heutigen Kenntnisstand erfolgen (s. Anlage) und eine möglichst große Eigendynamik bei der Besiedlung von Pflanzen und Tieren zulassen. Es gilt der Grundsatz "naturnah und abwechslungsreich", d.h. natürliche Materialien verwenden, einen nährstoffarmen Untergrund schaffen, wechselnde Uferformen und Wassertiefen gestalten. Auch die Umgebung des Gewässers sollte möglichst naturnah sein und einen Mindestabstand zu Äckern und Nutzflächen von 25 Metern und zu Straßen von 250 Metern haben. Die meisten Amphibienarten besiedeln neue Lebensräume von ganz alleine, auch die als ausgesprochen ortstreu geltende Erdkröte. Allerdings muss das neu entstandene Gewässer den artspezifischen Ansprüchen genügen, was beispielsweise bei der Erdkröte eine Ent- wicklungszeit von 3 bis 4 Jahren voraussetzen kann. Dieser zeitliche Vorlauf ist zu berück- sichtigen, damit sich der Wasserchemismus einreguliert, erste Pflanzenstrukturen entstehen und sich ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Amphibienlarven entwickelt. Erdkröten bevorzugen vegetationsreiche Gewässer; sie profitieren von dichtem Pflanzenbewuchs unter Wasser und geeigneten Strukturen im Uferbereich zum Ablaichen. Auch für recht schatten- tolerante "Waldarten" wie die Erdkröte ist eine stellenweise Besonnung des Gewässers not- wendig. Im Schleidtal sind gute Bedingungen für eine Spontanbesiedlung eines neuen Teichs gegeben, da diese durch die Nähe bereits bestehender Gewässer, die Lage im Bereich traditioneller Wanderwege und eine möglichst geringe Entfernung zu den bevorzugten Landlebensräumen der Amphibien gefördert wird. Durch die Lage des Gewässers und ggf. eine vorübergehende Lenkung der Jungtierwanderungen in die Landlebensräume sollte zudem langfristig eine Wanderung über die Straße minimiert werden. 

5. Naturerleben und Umweltbildung 

Die Gewässer des Schleidtals sind aufgrund ihrer Nähe zur Stadt für das Naturerleben und die Umweltbildung sehr gut geeignet. Die Errichtung von Holzstegen zur schonenden Naturbeobachtung und moderne Informationstafeln mit der Möglichkeit einer digitalen Informationsübermittlung sind hier beispielhaft zu nennen. Verschiedene Zielgruppen können mit unterschiedlichen Formaten zur Umweltbildung angesprochen werden: ➢ Erlebnisort für Familien, ➢ Ausflugsziel für Touristen, ➢ Führungen für Senioren (barrierefreie Zuwegung), ➢ Erkundungsraum für Kita-Gruppen, ➢ außerschulischer Lernort für Schulklassen ➢ Angebotserweiterung für das Kinderzeltlager. 

Das schnelle bzw. sogar fußläufig erreichbare Naturerleben dürfte für viele Ausflügler und Einrichtungen der Stadt ein attraktives Angebot darstellen. Dies spielt auch im Rahmen barrierefreier Angebote eine bedeutsame Rolle. Für die zu vermittelnden Inhalte können Kooperationen, beispielweise zwischen Schulen und Naturschützern, initiiert oder Wett- bewerbe ausgerufen werden. Ebenso sollten möglichst viele Gruppen und Interessierte in Pflegmaßnahmen einbezogen werden. Dies fördert eine emotionale Bindung an diese Lebensräume und die Verantwor- tung für deren langfristigen Erhalt und Schutz. Durch Kooperationen, Sponsoring und Fördergelder sind die Kosten für die Einrichtungen möglichst gering zu halten. Für die Betreuung und Pflege sollten ortsansässige Vereine gewonnen und Patenschaften vergeben werden. Allerdings müsste die Gesamtkoordination der Stadt oder einer städtischen Einrichtung obliegen. 

6. Fazit und Finanzierung 

Im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens der Stadt Bad Münstereifel wird für die zukünftige Entwicklung des Schleidtals ein Mix aus Pflegemaßnahmen an den vorhandenen Teichen und der Neuanlage eines Gewässers vorgeschlagen. 

Zudem beinhaltet ein wirksamer Amphibienschutz im Schleidtal auch den naturnahen Erhalt des Fließgewässers, der Wanderwege und der Landlebensräume. Damit wird nicht nur für die Amphibien, sondern für eine Vielzahl von wasser- und wiesengebundenen Arten ein Refugium geschaffen. Derartigen Schutzbemühungen kommt in Anbetracht des voranschrei- tenden Artenverlustes eine besondere Bedeutung zu. 

Darüber hinaus sind die hier vorgestellten Maßnahmen bei einer gezielten Gestaltung und naturverträglichen Entwicklung des Schleidtales mit den Freizeitaktivitäten von Bürgern und Bürgerinnen sowie von Gästen der Stadt Bad Münstereifel vereinbar und bieten zudem die Möglichkeit des Naturerlebens und der Umweltbildung. 

Die zu erwartenden Kosten sind überschaubar und durch den Einsatz stadteigener Betriebe wie Bauhof und Forst sowie Kooperationen mit Bildungsträgern zu minimieren. Hinzu kommen kostenneutrale Beiträge des ehrenamtlichen Naturschutzes, beispielsweise bei Beratung, Pflege und Monitoring. Darüber hinaus ist eine Förderung durch das Leader- Projekt „Na-Tür-lich Dorf“ anzustreben. Dieses Projekt soll mittels Sachmitteln und Fachberatung durch die Biologischen Stationen naturnahe Lebensräume im dörflichen Umfeld fördern. Es ist mit einem hohen Finanzrahmen ausgestattete und richtet sich auch an Kommunen (https://www.leader-eifel.de/de/news/Na-Tuer-lich-Dorf--Naturschutz-vor-der- Haustuer.html, https://www.biostationeuskirchen.de/content.php/12?selected=106). 

ANLAGE: 

Fachliche Grundlagen zur Schaffung eines Gewässers 

Die fachlichen Grundlagen für die Planung und Ausführung von Amphibienschutz- gewässern sind der gängigen Literatur (u.a. dem "Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen" - MAmS 2000) zu entnehmen. 

Einige Aspekte zur Schaffung eines Stillgewässers sind im Folgenden genannt: 

➢ Bauzeit in den Herbst- und Wintermonaten (Oktober bis Mitte Januar). Die Beein- trächtigungen des Standortes durch die Bauarbeiten sind so gering wie möglich zu halten. ➢ Das Gewässer bedarf einer den vorkommenden Arten entsprechende Größe und 

sollte durch kleinere temporäre Tümpel im Umfeld ergänzt werden. ➢ Der Untergrund des Gewässers soll möglichst nährstoffarm sein. Bei einer notwen- 

digen Abdichtung sind nur natürliche Materialien wie Ton oder Lehm (keine Beton) zu verwenden und eine Schutzschicht aus Sand- und Kiesgemischen einzubringen. ➢ Die Uferlinie und Uferbereiche sollen vielgestaltig und abwechslungsreich sein. Es 

sind seichte/flache, stufige und steile Bereiche vorzusehen. Die besonnten Wasser- zonen am NW-, N- und NO-Ufer sind flach zu modellieren, da sie bevorzugter Auf- enthaltsort der Amphibienlarven sind und häufig von den Jungtieren zum Landgang genutzt werden. ➢ Durch entsprechende Gestaltung sollten vegetationsreiche und -arme Bereiche sowie 

Zonen mit Besonnung und Schatten entstehen. ➢ Eine natürliche Pflanzensukzession und Tierbesiedlung ist grundsätzlich zu bevor- zugen. Auf keinen Fall sind Pflanzen aus dem Handel einzubringen; ebenso ist ein Besatz mit Fischen zu unterlassen. ➢ Das Gewässer sollte von Pufferzonen umgeben sein, die beispielsweise durch 

Gräben, Wälle oder Bewuchs so zu gestalten sind, dass von angrenzenden Flächen ggf. ausgehende Beeinträchtigungen abgefangen werden können. ➢ Es sollten Vorkehrungen getroffen werden (z.B. Errichtung eines Stegs), mit denen ein gezieltes Naturerleben und Angebote zur Umweltbildung, insbesondere für Kinder, ermöglicht werden. ➢ Die rechtliche Sicherung des Gewässers einschließlich seiner Pufferzone ist zu 

gewährleisten. Nutzungen wie Fischerei, Jagd, Tierfütterung oder intensive Freizeitaktivitäten (Störungen) sind zu verhindern. ➢ Pflegemaßnahmen sind möglichst 

gering zu halten und von den zuständigen Behörden bzw. Fach- leuten zu begleiten. ➢ Die Entwicklung des Gewässers 

sollte mit Hilfe eines fünfjährigen Monitoring untersucht werden.

 

2020 :In der letzten Woche gab es viel zu tun in Richtung Amphibienschutz, Telefonate, Mails, Gespräche und Ortsbegehungen. Es ist z.Zt. alles zu unserer Zufriedenheit geplant, die Stadt ist sehr bemüht den Kröten eine gute Zukunft zu sichern. So werden z.B. die verbliebenen Gewässer amphibiengerecht hergerichtet, indem der Durchfluß gedrosselt wird, Gehölze werden zurückgeschnitten und der leere Teich wird zum Schutz der Tiere mittels mobiler Schutzzäune abgetrennt. Auch die Planung des Areals wird die Amphibien berücksichtigen. Mehr aktuelle Infos dazu unter der Erdkröten AG.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2020 :Leider wurde ein weiteres Laichgewässer in Bad Münstereifel auf Privatgelände weggebaggert. Die erforderlichen Genehmigungen wurden erteilt, ein Ausgleich zwar gewünscht, jedoch ohne Angabe wo, was und wann. Den Amphibien steht ein trauriges Jahr 2020 bevor. 

April: Die Wanderung ist in vollem Gange, allerdings stockend durch das trockene Wetter mit Nachtfrost. Im Schleidpark werden die Tiere alle wie geplant an die hinteren Teiche gesetzt. Die Frösche nehmen das Gewässer an, jedoch haben wir bis jetzt keinen Krötenlaich entdeckt.Das Problem ist,dass sie stets, wie erwartet, zum alten stillgelegten Teich gehen und dort am Zaun sitzen. Daher sind auch unsere Sammelzahlen in diesem Jahr nicht so sicher. Es ist zu erwarten dass die Kröten dieses Verhalten beibehalten, und dann wird es schlimm, denn der Park steht vor einer noch nicht feststehenden kompletten baulichen Veränderung. Momentan sind wir etwas ratlos. Das einzig Gute in dieser Zeit ist, dass kaum Autos unterwegs sind, so dass auch am Erftrückhaltebecken alles sehr friedlich abläuft.

 

Januar 2020:    Es ist passiert, das Laichgewässer des Schleidtals ist leer und keiner war es. Nun wird das Becken mit Feststoff verfüllt, und die Tiere sitzen wahrhaftig auf dem Trockenen.Die beiden verbleibenden Teiche sollen nun lt. UNB amphibiengerecht gestaltet werden. Eine erneute Wasserbefüllung des nährstoffreichen Laichgewässers lehnt die Stadt ab.Es hat kurzfristig ein sehr konstruktives Gespräch mit der Stad tund der UNB stattgrefunden, dort ist alles besprochen und geplant worden, um die Situation erst einmal in den Griff zu kriegen. Nach Fachlichen Ausführungen einer Biologin zeigte die Stadt sich entgegenkommend, es wird ein mobiler Zaun um das ehemalige Becken errichtet um die ankommenden Tiere in die hinteren Gewässer zu leiten. Auch soll die zukünftige Planung des Schleidparks in Zusammenarbeit mit der UNB, Straßen NRW und uns stattfinden. Ein Tunnel wird angestrebt.  Es ist jedoch in den nächsten beiden Jahren mit Chaos zu rechnen, da die Tiere ihr Becken suchen werden und ziellos herumirren. Sicher ist, dass dabei viele zu Tode kommen, da sie auch mehr auf der Straße unterwegs sein werden. Es ist sehr traurig, dass dieses Großvorkommen mit 3000 gezählten Tieren jährlich, die Nichterfassten dazu, kommt man auf  bestimmt 7000 Tiere, so einfach ihrem Schicksal überlassen werden, weil den Behörden bisher die notwendige Kenntnis fehlt. Amphibien haben viele, von uns noch gar nicht erforschte, Kriterien bei der Auswahl ihrer Laichhabitate.

In unmittelbarer Nähe des Schleidparks ist nun ganz aktuell ein weiterer Tümpel auf Privatgelände trockengelegt worden. Dort entstehen, mit den erforderlichen Genehmigungen, Parkplätze. Ausgleichsgewässer sind zwar angedacht, aber weder ist sicher wann und wo und ob es dazu kommt. 

 

 

  Oktober: Das Parkhotel im Schleidpark fällt zurück an die Stadt Bad Münstereifel, die es schnellstens abreißen lassen wird. Da das Gebäude baulich mit dem Laichgewässer verbunden ist, besteht die Sorge dass es beschädigt oder verschwinden wird. Daher haben wir zuerst einmal die UNB informiert und können nur warten.

 

 

Januar 2019

 

Im vergangenen Sommer haben wir erneut Kontakt zu UNB, Biostation und Straßen NRW aufgenommen, um die Situation zu verbessern. Der feste Zaun müsste verlängert/ verändert werden, Durchlässe unter der Straße sollten dadurch zugänglich gemacht werden und es müssen mehr Gewässer geschaffen werden. Denn es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die bisherige Maßnahme unzureichend ist. Immer noch werden zuviele überfahren, der Ehrenamtseinsatz ist unverändert zu hoch, und die Tiere umwandern die Leiteinrichtung großräumig, so dass das Problem verlagert wird. Diesbezügl. fanden in den letzten Monaten Gespräche und Ortstermine statt.

 

19.04.2018

 

Bericht aus dem Krötengebiet:

 

Nach langer Schreibpause, die Zeit war mit Sammeln und Kartieren voll, geht`s weiter.

Im Jahr 2014 hat unser Verein ein Grundstück im Waldbachtal von der Stadt Bad Münstereifel erworben und zwei kleine Laichgewässer anlegen lassen.

Finanziert wurde es durch Spenden der Bad Münstereifeler "Grünen" und der Stiftung des RWE sowie einer Förderung durch die UNB. Von dem Geld war es auch möglich anderes notwendiges Material zu kaufen. Die Straßentrennung durch die Straßen NRW hatte das Ziel die Amphibienpopulation zu trennen. Aus diesem Grund waren zu dieser Zeit Bodenbehälter eingelassen  worden, die täglich geleert, gezählt und dokumentiert wurden. Die adulten Tiere sollten umerzogen werden, die Nachkommen gar nicht erst mit der Straße in Berührung kommen zu lassen. Neben tausenden Erdkröten hatten wir verschiedene Molche und Tiere der Roten Liste, wie den Feuersalamander und Geburtshelferkröten, diese sowohl am Damm wie auch im Bodenbachtal. Der Feuersalamanderbestand ist drastisch zurück gegangen. Von 2014-2017 waren die Sammelergebnisse relativ konstant. 2018 würden es mehr Tiere, so daß wir zu dem Schluß kommen es muß sich was ändern, zum einen brauchen wir mehr Teiche, und ein vernünfiges Straßenkonzept.

Das ist nun die Anforderung an uns und die zuständigen Behörden. 2017 hat ein Schülergruppe im Rahmen eines Umweltprojekts einen Krötenschutzzaun im Bodenbachtal aufgestellt, da dort zur Wanderung hunderte den Tod auf dem Wirtschafts- und Anliegerweg finden Durch Angler und Holzlaster. Aufgrund der Holzernte mussten wir den Zaun Ende 2017 wieder entfernen. Dort wandern sehr viele Erd- und Geburtshelferkröten da die Angelweiher jahrelang nicht bewirtschaftet wurden und sich natürlich entwickeln konnten. Andere Gewässer gibt es dort nicht mehr, auch ein Problem das nach einer Lösung schreit. In der Saison konnten wir den Zaun dort nicht mehr aufstellen, da die Baumkronen im Weg lagen und leider auch die Ehrenamtler schwinden oder an ihre Grenzen kommen. Auch wenn man bedenkt, die Tiere der Roten Liste sind streng geschützt, stark gefährdet, planungsrelevant....was hat ihnen das bisher genützt?

Tierhilfe Nordeifel e.V. entsetzt über Zuständigkeitsgerangel der Behörden

Seit 2012 versucht die Tierhilfe Nordeifel e.V. Zusatzlaichgewässer im Waldbachtal an der L165 zwischen Eicherscheid und Schönau zu bekommen. Die beteiligten Behörden schieben die Verantwortung wie Ping-Pong Bälle unermüdlich hin und her, vielleicht in der Hoffnung endlich wieder Ruhe zu haben, denn die Tierhilfe Nordeifel ist seit acht Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Mitglieder und Ehrenamtliche versuchen die Amphibien, die zum Teil auf der Roten Liste stehen, vor der Vernichtung zu bewahren und sind somit die erste Generation von Natur- und Tierschützern, die noch nicht an der Tatenlosigkeit der Behörden gescheitert ist. Ende 2012 wurde von Straßen NRW beidseitig der L165 eine feste Leiteinrichtung gebaut, wodurch die Populationen getrennt wurden. Ein Überqueren der Straße ist nun kaum mehr möglich. Jetzt ist es unerlässlich im Waldbachtal zusätzliche Gewässer anzulegen, da die diesseitigen Tiere das Erftrückhaltebecken nicht mehr erreichen können, sich aber fortpflanzen müssen um ihre Art zu sichern. Nachdem 2013 durch politischen Druck und seitens der Presse wenigstens ein kleiner Tümpel entstanden ist, scheitern seitdem alle Pläne und Vorhaben. Mal kann nicht gebaggert werden, da der Erdaushub angeblich teuer entsorgt werden muss, woraufhin die Tierhilfe Nordeifel e.V. zusagte, sich um die Veräußerung des unbelasteten Mutterbodens zu kümmern. Dann war die Pflege der Teiche ein Problem oder die erforderlichen einzuholenden Genehmigungen. Auch dies wollten wir übernehmen. Seit November 2013 will der Verein die Wiese von der Stadt Bad Münstereifel pachten, um den Bau der Teiche zu erleichtern. Die Pacht von 63 Euro pro Jahr hätte der Verein ebenfalls aufgebracht, ebenso könnte eine geforderte Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Der Pachtvertrag enthält jedoch einen Passus, der nicht erfüllbar ist, so dass der Vorstand ihn nicht unterschreiben kann. Der Passus besagt, dass denn die Teiche sollen am Ende der Pachtzeit wieder zurückgebaut werden, wenn sich keine Rechtsnachfolger findet, sodass alle Tiere, die sich im Laufe der Jahre angesiedelt haben, erneut ohne Laichgewässer daständen. Dies ist gegen das Tier- und Naturschutzgesetz.

30.12.2013

Das Jahr geht zuende und es wurden keine Teiche angelegt. Immer weiter geht es mit dem seltsamen Machtgerangel der beteiligten Behörden.

Wenn es nicht so traurig wäre ,und nicht so ein beispielhafter Naturschutz daranhinge,wäre es nur noch lachhaft.

Es ist zu viel, um es so einfach

wiederzugeben,aber man bedenke ,seit nun über einem Jahr versuchen wir simple kleine Teiche zu bekommen,die tausendfaches Leben sichern würden,und nun scheitert es erneut an verdrehter Bürokratie.

Es scheint nun an der Zeit ,die im Frühjahr so begeisterte Presse über den Fortschritt zu informieren.Wer sich sonst irgendwie einbringen möchte kann sich gerne melden.

24.09.2013

Es gibt schon wieder Probleme!

Das haben wir heute nur durch Zufall erfahren. Ende des Monats findet ein "reines Behördengespräch" statt um die Dringlichkeit der anzulegenden Teiche endlich allen klar zu machen. Folgen dem Reden nun auch Taten?

Sabine Terspecken
Aktuelle Froschnew's

Am 28.8.13 gab es wieder einmal ein Treffen mit der Unteren Landschaftsbehörde im Kreishaus.

Es war sehr erfreulich, denn nun wurden uns 500 Euro Auslagenerstattung und der Bau von 1 bis 2 Teichen im Waldbachtal fest zugesagt, und das alles in diesem Jahr. Die Verhandlungen über die Ausführungen mit anderen Behörden werden von der ULB geführt. Nun sehen wir optimistisch in die Zukunfst.
Bis demnächst
Sabine Terspecken

Neues von den Fröschen 2012 und 2013

August 2013 an der L165

Die Hauptsaison ist beendet.

Zurzeit sind die diesjährigen Nachkommen der Amphibien unterwegs, sich einen Platz im Wald zum Leben zu suchen.

Im Frühling haben wir auf beiden Straßenseiten Wannen eingelassen, die morgens geleert wurden.

Mit dabei waren Radio Euskirchen, die Aktuelle Stunde und der Kölner Stadtanzeiger.

Es sind in diesem Jahr gut 5500 Amphibien gewandert, die erstmalig von uns genau dokumentiert wurden.

Dabei waren einige seltene Arten wie der Feuersalamender, die Geburtsthelferkröte und der Springfrosch.

Da die Populationen auf Grund des festen Zaun's nun dauerhaft getrennt sind, bedeutet dies das wir dringend auf weitere neue Laichgewässer angewiesen sind. Eines wurde bereits angelegt, weitere sind geplant und sollen in diesem Herbst entstehen. Über die Zuständigkeiten berichten wir noch. Ein weiteres Ziel ist es, den Zaun an der L165 zu verlängern und eventuell die Straße am Damm zu schützen. Doch nun warten wir ersteinmal auf die Herbstwanderung. Für Fragen, Anregungen und Hilfsangebote sind wir offen und hoffen, dass auch andere Menschen an anderen Straßen diesem Problem, so wie wir, entgegentretten.

Bis bald

Sabine Terspecken
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Behörden, Natur und Tierschutz

Der Tierhilfeverein hat am Überlaufbecken zwischen Eicherscheid und Schönau in tagelanger Arbeit unter Einsatz einiger Ehrenamtlicher die mobilen Krötenzäune wieder aufgestellt. Laut Verfügung des Bundessministeriums wäre dies eigentlich die Aufgabe der Straßenmeistereien, wurde aber nach Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau Euskirchen durch uns und andere Freiwillige erledigt, weil auch bei den Straßenmeistereien immer weniger Arbeiter immer mehr Aufgaben erledigen müssen. Zwei Mitarbeiter unterstützten die jetzige Aktion jedoch durch Maschinen- und Handeinsatz. Notwendig war die Aktion geworden, weil nach vielen Jahren noch einmal gründliche Mäharbeiten durchgeführt und Sträucher zurückgeschnitten werden mussten. Nachdem nun die Frühlingswanderung der Kröten und Frösche im frühen Sommer abgeschlossen war und die Mäharbeiten durchgeführt waren, begann wegen des warmen Oktoberwetters unerwartet die Rückwanderung der Amphibien in Richtung des Waldes. Also hieß es, möglichst schnell wieder den mobilen Zaun aufzustellen.

In den letzten Monaten ist es uns gelungen, die zuständigen Behörden und Institutionen wie z. B. den Landesbetrieb Straßenbau samt Straßenmeistereien, die Biologische Station in Nettersheim, sowie als fachkundige Hilfe Uwe und Daniela vom NABU aus Duisburg zu aktivieren, in Zusammenarbeit Lösungen zu finden, die langfristig den ehrenamtlichen Helfern wie auch den Tieren das Leben erleichtern. Auch der Erftverband als Träger des Überlaufbeckens, der Kreis Euskirchen und die Forstbehörden wurden gebeten, aktiv zum Schutz der verbliebenen Amphibien beizutragen. Es haben einige Ortstermine und gefühlte tausend Telefonate stattgefunden. Plötzlich ging alles ganz schnell: die Ausschreibung und der Baubeginn noch im Herbst 2012. Zwar erfüllen die festen Bleche unter den Leitplanken vorwiegend eine Schutzfunktion für Motorradfahrer, aber auf Seiten des Radweges sind es spezielle Zäune, die von den Tieren nicht überklettert werden können. Jetzt müssen noch in gewissen Abständen Kübel in die Erde, in denen sich die Tiere "sammeln". Dort nehmen wir sie raus, sie werden nach Arten getrennt gezählt und zu den entsprechenden Plätzen gebracht. Durch den Wintereinbruch konnten noch nicht alle Arbeiten fertiggestellt werden. Aber wir bleiben am Ball bzw. am Frosch! Der Erftverband hat zugesagt, neue Teiche herzustellen, so dass die Tiere die Möglichkeit haben, auf "ihrer" Straßenseite eine neue Laichstätte zu finden. Nach Umgewöhnung der Tiere wird die Wanderung über die Straße bzw. unsere "Tragarbeiten" mit den Jahren wegfallen.

Auch im Schleidtal zwischen dem alten Parkhotel und der Straße nach Rodert sammelt eine Aktivistin fleißig alleine mehrere Wochen im Frühjahr, ohne dass dort Krötenzäune stehen. Das bedeutet, immer wieder Tiere von der Straße aufzulesen unter der Gefahr, selbst Opfer rasender Autofahrer zu werden.

Nach einem Ortstermin im Schleidtal hat der Landesbetrieb Straßenbau dankenswerterweise angekündigt, dort auch mobile Zäune den zu errichten bzw. zu beschaffen. Auch verkehrsberuhigende Maßnahmen werden in Erwägung gezogen. Leider stoßen die Sammelaktionen nicht bei allen Autofahrern auf Verständnis oder werden nicht erkannt. Hier sind alle Autofahrer aufgerufen, die Straßenschilder mit der aufgedruckten Kröte zu beachten und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Denn nicht nur der Autofahrer möchte abends gesund ankommen, auch die Ehrenamtler, deren Tätigkeiten sich manchmal bis Mitternacht ziehen, sehnen sich nach dem gemütlichen und warmen zu Hause.

Leider haben sich an der Tongrube Toni zwischen Antweiler und Kalkar keine Helfer mehr gefunden und dort stehen Maßnahmen noch aus. Lediglich der Frosch auf dem Verkehrsschild steht.

Ob das hilft?

05.04.2009 Neues von den Fröschen!

Zuerst einmal möchte ich mich bei den Helfern bedanken, die unermüdlich und spontan, wenn der Notruf rausgeht erscheinen und mit anpacken. Danke!

Ich hoffe ihr bleibt wie ihr seid und uns noch lange erhalten. Weiterhin danke an den NABU Euskirchen und den BUND Euskirchen, durch die wir weitere Helfer gefunden haben.

Durch die neuen Helfer sowohl in Kalkar-Antweiler als auch am Erftrückhaltebecken in Bad Münstereifel können wir gute Arbeit leisten.

Schön finde ich auch, daß viele Kinder mit Freude dabei sind. Es ist für sie ein unvergeßliches Erlebnis so nah vor Ort helfen zu können und gebraucht zu werden.

Wir versuchen natürlich weiterhin mehr für die Amphibien zu erreichen als den Krötenzaun. Den Tunnel haben wir immer noch im Kopf und arbeiten daran!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jetzt wo es warm ist und auch mal regnet scheint die gesamte Amphibienwelt gleichzeitig los zu marschieren. Durch den langen Winter waren sie wohl im Verzug. Dies bedeutet für uns viel harte Arbeit, durchgemachte Nächt und wenig Schlaf. Vielleicht möchte der ein oder andere daran teilhaben?

Gerade wenn es warm ist und regnet brauchen wir viele helfende Hände, sowohl morgens als auch abends, in Kalkar-Antweiler und in Bad Münstereifel Eicherscheid.

Wenn Sie uns unterstützen möchten oder nähere Informationen über unsere Arbeit erhalten möchten, freuen wir uns auf ihren Anruf!

02253/7457 Frau Terspecken, 02257/3300 Herr Schlesinger, 02253/180016 Frau Köhnen
2008

Zu unserem Krötenprojekt:

Wir haben mit Hilfe von mehreren freiwilligen Helfern einen Krötenzaun mit einer Länge von über zwei Kilometern beidseitig an der L 165 zwischen Eicherscheid und Schönau errichtet. Hierbei möchten wir uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des rheinischen Straßenbauamtes für das bereitgestellte Material bedanken.

Seit Mitte Februar sind wir nun in unserer Freizeit damit beschäftigt, den Zaun auszubessern, zu verlängern und zweimal täglich zu kontrollieren. Abends holen wir die nachtaktiven Tiere von der Fahrbahn, was nicht ganz ungefährlich ist, denn die meisten Autofahrer scheinen zumindest nachtblind zu sein.

Bei der L 165 handelt es sich um eine seit Jahren bekannte stark bewanderte Strecke von über 1000 Tieren täglich, wie auch unsere Zählungen belegen. Dazu gehören Erdkröten, Grasfrösche, verschiedene Molcharten und Feuersalamander, sowie einige Krötenarten, die wir noch bestimmen müssen.

Unser Ziel ist es, zum einen die Behörden dazu zu bringen, Gelder für feste Leitsysteme bereitzustellen. Zum anderen versuchen wir, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wieder zu erwecken. Viele Autofahrer sollten doch zur Abwechslung auch mal auf die Fahrbahn schauen, - dort lebt es! Und nicht nur Amphibien, sondern auch wir. Es kann nicht sein, dass in unserer angeblich zivilisierten Welt absichtlich oder gleichgültig alles platt gefahren wird.

Sollte sich jemand für die Sache interessieren, bitte melden. Es gibt überall um diese Jahreszeit an milden und feuchten Abenden Krötenwanderungen, wo man auch ohne Zaun effektiv helfen kann.

In eigener Sache: Ich finde es schade, dass die Naturschutzverbände, die sich zum Teil "Amphibien auf die Fahne schreiben" oder sogar zum Kreis Euskirchen gehören, sich einfach nicht rühren, obwohl sie mehrfach von uns angesprochen wurden. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir in diesem Jahr den Kröten, Fröschen und Molchen an der Grube Tony zwischen Kalkar und Antweiler nicht mehr helfen konnten.

Wir halten Sie auf dem laufenden!

Sabine Terspecken
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Behörden, Natur- und Tierschutz